Rattenfänger (Hongkong Stories 1) von S.B. Sasori
(Die Häkelmama, Louis und Cosmo sitzen zusammen im Wohnzimmer und führen eine hitzige Diskussion).
Häkelmama: Könnt ihr euch nicht doch ein anderes Buch für die Wollmic-Rezension aussuchen?
Cosmo: Aber wir mögen Sasoris „Rattenfänger“.
Häkelmama: Aber es ist so, so… (sie sucht nach Worten).
Louis: Spannend, mitreißend und erotisch!
Häkelmama: Ich wollte eher grausam und schockierend sagen. Louis: Ja, das auch, aber trotzdem konnten wir nicht aufhören zu lesen.
Häkelmama (skeptisch): Ich denke nur, dass eure Leser nicht gerade erwarten, dass ihr euch über eine Dystopie unterhaltet.
Louis: Ehh, eine was?
Cosmo (flüsternd zu Louis): Dystopie, das ist eine Zukunftsvorstellung die negativ ist.
Louis (zur Mama): Sag das doch gleich!
Cosmo: Es stimmt schon, das Buch, der Rattenfänger (Hongkong Stories1) spielt in der nahen Zukunft. Durch eine Seuche sind ganz viele Menschen gestorben. Hongkong hat die dadurch entstandene Wirtschaftskrise einigermaßen gut überstanden, aber auf der Halbinsel Kowloon ist eine Gesellschaft entstanden, die ihre eigenen Gesetze hat. Hier herrschen Menschenhandel, Prostitution, Drogen und Gewalt. Das ‚Begging Monk‘ ist eines der Etablissements, in die man(n) geht, um Shivas von guter Qualität für eine Nacht zu benutzen.
Louis: Shivas sind die Prostituierten und der heiße, gutgebaute und Anbetungswürdige Besitzer des “Begging Monks” ist Joseph Wakane. Bei ihm stirbt kaum einer seiner… ehhh… Angestellten. Er hat sogar einen Arzt, der sich um die Shivas kümmert. Der heißt Liam O Farrell und ist verknallt in…
Cosmo: Spoiler!
Louis (verzieht sein Mäulchen): Wie soll ich spoilern wenn wir gar keine Rezension darüber bringen? Na ja, wie auch immer. Also, jedenfalls müssen die zwei zu einer Auktion, wo Menschen verkauft werden und da…
Cosmo: …sollten wir aufhören weiter über die Story zu reden. Häkelmama: Ich finde es schon erstaunlich, dass euch die Geschichte gefallen hat. Ich dachte ihr würdet lieber romantische Geschichten lesen.
Cosmo: Diese Story ist aber wirklich hervorragend geschrieben. Die Zukunftsvorstellung lässt einem kalte Schauer über den Rücken laufen. Der Unterschied zwischen Reich und Arm. Die Gleichgültigkeit des Einen, gegenüber dem Anderen. Die Grausamkeit und Brutalität einiger Szenen und dann doch immer mal wieder Funken von Mitgefühl zum Beispiel durch den Arzt Liam. Mitten in diesem hektischen und harten Leben folgt der Leser dem Schicksal von drei Protagonisten, die auf unterschiedliche Weise lernen oder gelernt haben, in Kowloon zu überleben.
Louis: Und so gleichgültig ist auch nicht alles. Joseph Wakane hat zum Beispiel eine hypermoderne Kaffeemaschine für Liam angeschafft – das tut man nicht, wenn einem alles egal ist.
Häkelmama: Warum wundert es mich nicht, dass du die Kaffeemaschine erwähnst?
Cosmo: Die übrigens ein Spoiler ist!
Häkelmama (seufzt grinsend): Okay Jungs, ihr habt gewonnen, wir machen eine Wollmic-Rezi zu dem Buch.
Merle (taucht auf. Sie saß mit ihrem Laptop versteckt hinter einem Kissen): Schon erledigt. Ist genau JETZT online!
Häkelmama, Louis und Cosmo (im Chor): Waaas!?https://www.amazon.de/Rattenf%C3%A4nger…/dp/B0146SQTCO/

